Schutzwoche für Niederwild, Bodenbrüter und Reptilien

Der Schutz unseres Niederwildes ist von hoher Bedeutung für den ländlichen Raum. Aufgrund fehlender Feldraine, Hecken und Rückzugsräumen in der Feldgemarkung haben es Hasen, Kaninchen sowie Rebhühner zunehmend schwer in unserer Kulturlandschaft zu überleben. Auf der anderen Seiten üben Füchse und zunehmend Waschbären wachsenden Druck auf das Niederwild aus. Zusätzlich werden Reptillien wie die Erdkröte, Blindschleichen und vor allen Dingen Gelege von Bodenbrütern vom Fuchs und insbesondere vom Waschbären gefressen. Vor diesem Hintergrund hat die Jägervereinigung Butzbach in der letzten Woche erstmalig eine Schutzwoche für Niederwild, Bodenbrüter und Reptilien durchgeführt, erklärt Thorsten Müller, Vorsitzender der Jägervereinigung Butzbach.

Müller erläuterte dass er mit dem Begriff „Fuchswoche“ hadere, da der Begriff „Fuchswoche“ den eigentlichen Zweck, nämlich den Schutz von Niederwild, Bodenbrütern und Reptilien  nicht abbildet. Damit die Bevölkerung den Nutzen der Jagd für den Bestand der genannten  Spezies besser versteht, müssen wir den Artenschutz bei der Bejagung von Fuchs und Waschbär deutlich in den Fordergrund stellen unb besser erklären. Nur so werden wir die Deutungshoheit gegenüber Aktivisten bei der Bevölkerung eringen können.

In allen Revieren rund um Butzbach wurden entsprechend Füchse und Waschbären streng bejagt. Bei zunehmendem Mond konnten die Jäger dabei auch das Mondlicht nutzen, um die meist nachtaktiven Beutegreifer zu bejagen. Diese intensive Bejagung ist von höchster Bedeutung, um Hasen, Kaninchen und Rebhühnern in der Feldmarkt sowie Kröten und Reptilien und Bodenbrüter zu schützen. Zusätzlich setzt die Jägervereiniung Butzbach sich aktiv für eine Verbesserung der Rückzugsmöglichkeiten, insbesosondere  des Niederwildes ein.

Neben der Ansitzjagd spielte die Fallenjagd eine große Rolle. In ausgewählten Revieren  wurde auch die Baujagd durchgeführt. Als bedeutendes Revier im Rahmen der Schutzwoche stellte Müller das Revier Gambach heraus. Hier wird seit Jahren unter Führung von Michael Klee und Burkhard Reuhl exzellente Arbeit geleistet.

Am Sonntagmorgen trafen sich gut vierzig Jägerinnen und Jäger aus den unterschiedlichen Revieren der Jägervereinigung Butzbach, um die Strecke zu legen. Insgesamt kamen 40 Füchse, 5 Waschbären und 2 Marder zur Strecke. Der Abschluss der Schutzwoche wurde feierlich von den Butzbacher Jagdhornbläsern umrahmt. Neben den Ehrensignalen für Fuchs und Raubwild wurde „Jagd vorbei“ und „Halali“ geblasen.