Zweites erfolgreiches Jagdhornseminar in Butzbach

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr ging das Wochenendseminar der Jägervereinigung Butzbach im Februar in die zweite Runde. Über 20 Jagdhornbläser nahmen teil, darunter auch Gäste aus umliegenden Vereinen. Das Angebot war in zwei getrennte Workshops gegliedert: einen für Einsteiger, die Grundlagen erarbeiten und festigen wollten, und einen für Fortgeschrittene, die gezielt an Technik und Ausdruck feilten.

Geleitet wurde das Seminar von Florian Bayer, Erster Trompeter des Heeresmusikkorps Kassel. Im Mittelpunkt standen die Grundlagen sauberer Tonbildung. „Töne sind in Schwingung versetzte Luft“, erklärte der Profimusiker und betonte die Bedeutung der richtigen Atmung. Nach der Theorie folgte die Praxis: mit gezielten Übungen trainierten die Teilnehmer einen kontrollierten, gleichmäßigen Luftstrom. So wurde etwa mehrere Takte tief in den Bauch eingeatmet und anschließend bewusst und verlängert wieder ausgeatmet. Beim gemeinsamen Musizieren legte Bayer großen Wert auf klare Einsätze, präzise Tonlängen und eine saubere Umsetzung der vom Deutschen Jagdverband empfohlenen Darbietung für Jagdsignale.

Das Seminar im Alten Rathaus von Hoch-Weisel lockte auch Teilnehmer benachbarter Vereine an. Der Vorsitzende Thorsten Müller zeigte sich erfreut über die große Resonanz und sicherte sich von Bayer bereits die Zusage für eine dritte Auflage im kommenden Jahr. Zudem kündigte er für den Sommer ein gemeinsames Jagdhornblasen mit umliegenden Vereinen an, um das jagdliche Brauchtum weiter zu pflegen und zu stärken.